-- [ Ségolène ] -- [ 22.01.2021 - 16.08.2021 ] -- [ www.freietonne.de ] --


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22.01.20210/
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Das isser!

Sieht gar nicht so chinesisch aus und fühlt sich auch nicht so an. Massives Teil, das acht Ringschlüssel ersetzt, wertig anmutet, und gut in der Hand liegt. Sogar noch mit etwas Luft für einen Schlüsselring zum Anbringen einer Arbeitssicherung, damit das gute Stück nicht gleich wieder von Deck in den Bach oder aus dem Mast auf den Kopf fällt.
DIe Feuerprobe beim nächsten Maststellen wird es weisen, sein Zwilling ist bereits zuhause im Praxistest ...
Ansonsten liegen ein neuer Bordstaubsauger, ein elektrischer Luftentfeuchter vom Christkind, ein neues LED-Arbeitslicht, Anti-Rutsch-Klebestreifen für den Niedergang, eine drehbare IPad-Halterung, der sagenumwobene Füllstandsanzeiger für die Gasflasche, eine Miniatur-Keramikheizung und weiterer diverser Kleinscheiss bereit, um in der nächsten Woche an Bord gebracht zu werden.
Falls uns bis dahin nicht wieder irgendwelche Einschränkungen blühen...

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25.01.20210/
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Die Woche fängt gut an:
Kuchenbude und Sprayhood sind vom Persenningmeister in Wendenschloss fertig überarbeitet. Alle Nähte geprüft und nachgenäht, das Heckfenster repariert und alle Klettstreifen erneuert. Und das für faire 80€. Da kannste nicht meckern.
Er meint, wenn ich die weiter so gut pflege, halten sie noch mindestens weitere fünf Jahre.
Das hört man doch gern.

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27.01.20210/
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Perfektes Kopfkino im "Homeoffice"! Die ersten Tipps von im Wortsinne "erfahreneren" Sportfreunden trudeln ein und lösen bei mir eine Welle von Ostseetörns auf dem Trockenen aus. Wenn auch bescheidenerweise nur in der südlichen Ostsee, mit Annäherung über die Ostroute Berlin-Stettin. Aber da kenne ich jetzt jede Schleuse und die Masse der Liegemöglichkeiten.

Ein kleiner Trost für die Unzuverlässigkeit der Werft in Philadelphia. Dort stehe ich zwar "auf der Liste" des Chefs, auf dessen Terminvorschlag für ein Treffen warte ich nun aber seit einer Woche einschl. einer telefonischen Nachfrage meinerseits. Es fehlt immer "der wichtige Kollege". Vielleicht fahre ich morgen einfach mal auf Verdacht hin.

Die Bootsschule wird auch langsam unruhig. Heute abend Zoom-Konferenz zur Überlegung, Online-Schulungen anzubieten. Man wird sehen.

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29.01.20210/
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Winterlager000

Endlich wieder ein Besuch der Ségo im Winterlager!
Das Überfall-Verfahren hat funktioniert, der "technische Direktor" war da und wir haben ein paar Dinge besprochen.

Das innere Wellenlager und die Dichtung sollen routinemäßig gecheckt werden und mal ein Auge auf den Propeller geworfen werden. Wenn es nicht zuviel Aufwand ist, sollen die auch den immer mehr zerbröselnden Skeg wechseln und dabei den Ruderkoker checken. Da hat bestimmt noch nie jemand reingeschaut und das Schmierfett dürfte hart wie Stein sein.
Erinnert mich an mein Winschen-Erlebnis vor... wieviel Jahren? Muss da auch mal wieder reinschauen.

Wenn es kein Vermögen kostet, sollen die auch mal einen Blick in die Bordelektrik werfen und da für Ordnung sorgen. Für mich auch nach der Einweisung durch Martin immer noch eine absolute blackbox, wo ich nur regelmäßig neue Batterien reinbaue und mich ärgere. Jan hat sich da so eine coole Kontrolleinheit eingebaut, sowas will ich auch. Und endlich Solarpanels! Und da ist die Knete auch schon wieder alle...

Natürlich das Boot gecheckt! Innen alles supertrocken, kaum Flüssigkeit in den Feuchtigkeitssammlern. Kein muffiger Geruch, alles lecker und schick. Unordnung halt, wenn alle Polster belüftungsfreundlich im Schiff rumstehen, die durch das Abladen der "Schätze" von zuhause auch nicht besser geworden ist. Beim nächsten Besuch muss erst mal Strom ins Schiff. Mal sehen, wo ich im Lockdown Ersatz für das im Hafen fest verbaute Landstromkabel herkriege.

Ordentliche Staubschicht auf Deck, nächstes Jahr das Boot mit Malerplanen abdecken!

Im Februar sehen wir uns wieder!

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03.02.20210/
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Na das nenne ich doch mal ein gutes Angebot! Frisch angeliefert: 30 Meter Landstromkabel, deutsches Qualitätsprodukt, einschl. praktischer Klettspange mit Aufhänger und noch einem Lager-/Tragebeutel obendrauf.

Für einen Preis, bei dem AWN blass wird...

KALLE, das Kabel aus der Lüneburger Heide, wartet auf seinen Abtransport Richtung Schiff. Ich auch!

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05.02.20210/
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Gestern wieder eine Stunde durch die schwedischen Gewässer gefahren. Bei Ingolf und Jacqui an Bord.
Sehr entspannend und anregend zugleich.
Erinnert mich an den letzten Törn mit Uli, der wegen Sturms auf dem Ärmelkanal teilweise über die Staande-Mast-Route in NL führte. Durch nette Holländerstädtchen, ständig umweht von Landluft. Die hat dann der Nordseewind Kurs Helgoland wieder aus den Klamotten geblasen… 😊

Überhaupt jede Menge los in der „Freien Tonne“. Man kommt sich ja vor "wie früher". Fehlt nur noch „die Barke“. Auch wenn es alles vergangene oder virtuelle Abenteuer sind... Kommt alles recht in dieser etwas bleiernen Zeit.

Aber +++endlich+++ droht mal wieder was Neues!!
Man ist ja schon angeödet von den täglichen 250 Nadelstichen in welkende Oberarme, die das Fernsehen sich nicht verkneifen kann, in Endlosschleife zu senden. Ich glaube, ich habe jede Impfung in Deutschland persönlich am Bildschirm verfolgt.

Nein, es droht das nahe Ende von anderer Stelle: Südlich der Linie Potsdam-Peine-Paris werden sie alle absehbar schlagartig vertrocknen oder im Hochwasser ersaufen, nördlich davon werden wir vermutlich in der Jahrhundertschneekatastrophe samt Russenpeitsche erfrieren.
Endlich mal was, wozu Karl Lauterbach nicht seinen Senf dazugibt!!!
Ab Sonntagmittag dann.

Ich werde morgen nochmal was Leckeres kochen, „Paupiettes de boeuf à la paysanne“, und dann werden wir uns vermutlich wohl irgendwann Sonntag durch den Blizzard zu unseren Notvorräten in den Bunker kämpfen und abwarten müssen…

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07.02.20210/
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Das ist er nun also, der Weltuntergang.
Es schneit.
Sehr.
Im Winter.

Gut, dass wir gestern noch mal feste Nahrung zu uns nehmen konnten. Man weiss ja nicht, was kommt.
Bzw. doch.
Jona kommt zum gleich Frühstück.


Eine schöne zweite Samstagshälfte, die dem komplentativen Kochen und Essen gewidmet war. Das Endprodukt leider nicht bootstauglich. Höchstens zum Aufwärmen. Wer will das schon...

Heute nun gebanntes Aus-dem-Fenster-sehen. Wann muss ich raus zum Schneefegen? Werde ich von dort wiederkehren, oder wird man meinen auftauenden Kadaver erst nach dem Ende der Eiszeit bergen?

Die gute Seite: Ségo kann das Wetter wurscht sein in ihrer brandenburgischen Halle...


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08.02.20210/
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Das war es also!
Wie erwartet, sind wir alle unter einer zig Meter dicken Schneedecke umgekommen. Von Berlin kuckt nur noch ein Stück Fernsehturm raus. Keine Überlebenden.
Wenn man sich auf etwas verlassen kann, so sind das unsere Experten.

Mein neues Leben im Jenseits gestaltet sich erstaunlich unspektakulär. Eigentlich exakt so wie immer.
Ist das nun der Himmel oder die Hölle?
Die Familie ist auch da. Die Freunde auch. Das spricht eigentlich klar für Himmel.

Aber Kim, Putin und Trump auch. Im Fernsehen Corona, Karl Lauterbach und Christian Lindner. Es gibt RTL II. Ich habe immer noch Rückenschmerzen.
Seltsam… den Himmel hatte ich mir anders vorgestellt.

Ich beobachte weiter.

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09.02.20210/
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Tolle Sache!

War alles ein Missverständnis! Die Welt ist gar nicht untergegangen.
Wir leben alle noch!
Ist ja auch schön!

Und was ist nun mit diesem „Himmel-oder-Hölle“-Ding von gestern?

Na eins ist mal sicher: Das Leben kann himmlisch sein.
Man muss nur willens sein, von der richtigen Seite drauf zu schauen!

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22.02.20210/
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Schneeschippen und Dauerfrost.
Kraniche, Bienen und ein Zitronenfalter, Kaffee im Garten.
Dazwischen liegt nur eine Woche.
Frühlingseinbruch mitten in der zweiten Februarhälfte. Verrückt, aber heilsam gegen den langsam zunehmenden Corona-Lockdown-Blues.

Wenn schon das Boot in seiner Halle immer noch auf die geplanten Arbeiten seines Skippers warten muss, so kann man sich wenigstens im Garten austoben. Heckenschneiden, Bäume und Büsche ausasten, die ersten Pflanzenkübel auswintern. Muskelkater...

Erste Konturen der Saison 21 zeichnen sich auch ab. Mit der anstehenden OP an Fees Sehne und anschließender Gips- und Krückenphase entfällt schon mal der ganz frühe Start an die Ostsee und wird durch häusliche Pflege ersetzt. Ob und welche Törnmöglichkeiten sich dann im Laufe des Jahres entwickeln und ob sich dann alle in den Häfen drängeln müssen, bleibt abzuwarten. Ich schaue da mal auf Segelpapst Uli, den alten Salzbuckel, der liegt mit seinen Einschätzungen immer richtig.

Nostalgische Anwandlungen. Habe meinen Mitgliedsausweis der SSK aus den Achtzigern des letzten Jahrhunderts wiedergefunden. Schöne Zeiten damals in Schleswig, meine erste Mitgliedschaft in einem Segelverein. Habe dort alle meine Scheine gemacht und viel Spaß gehabt. Arbeitsstunden waren damals Arbeiten an den schönen hölzernen Vereinsbooten anstatt an maroder Infrastruktur oder Blümchengießen. An ein eigenes Boot war damals noch nicht zu denken. Dachte, der Verein hätte sich mit der Auflösung des dortigen Pionierbataillons und Schließung der "Kaserne auf der Freiheit" mitaufgelöst. Das Internet sagt aber, es gibt ihn noch, also hat er sich danach offenbar "zivil" neugegründet. Ob es die wunderbar ranken Yachten noch gibt? "Sleipnir", "Vitalienbruder" und "Pionier Klinke", wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe...

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24.02.20210/
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Heimathafen000

Therapeutische Stadtflucht. Besuch im Hafen und bei Ségo an diesem fantastischen Sonnentag. Extra die längere Strecke über Land bis St. Orkow und zurück genommen. Natürlich aus "triftigen Gründen"!

Hafen und See noch ordentlich vereist, erstaunlich bei der Wassertiefe. War vielleicht noch mal kälter als bei uns. Einige der an Land stehenden Boote haben durch die Schneelast ihre Planen ruiniert. Man kommt wohl nicht so oft vorbei...


In der Werft herrscht Hochbetrieb. Zwei Riesenhausboote aus Stahl sind im Werden. Nicht diese albernen auf leeren Fässern schwimmenden Wohnwagen, die neuerdings so in Mode sind.
Bei Ségo alles soweit unspektakulär. Habe das Ladegerät angeschlossen, Batterie 1 lädt. So langsam wird es Zeit, über die Abfolge der Arbeiten nachzudenken, die in der Halle stattfinden sollen. Es wäre schon schön, wenn das Boot Anfang April zu Wasser käme. Dann gleich an den See, oder zuerst nach Berlin, um den Zahnriemen zu wechseln und nach Jemandem für die Überholung der Elektrik zu forschen? Würde da natürlich gerne bei PSB24 liegen, aber so wie es scheint, brauchen die die Gastliegeplätze selber, solange der Steg nicht fertig ist.

Abwarten und Tee trinken. Mit Rum...

Zuhause im Garten der erste Krokus!


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25.02.20210/
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Werft000

Was für eine geniale Scheissidee, die Batterie so zum Laden anzuschließen!
Im Schiff!
In einer Halle mit x anderen Schiffen einschließlich des gesamten Verwaltungstrakts der Werft plus Werkhallen und Materiallager!!

Um 01:00 gab es einen Kurzen bei Ségo an Bord und kurz darauf stand die ganze Werft in Flammen. Totalschaden weit oberhalb der Deckung meiner Haftpflicht, die Familie einschl. Kinder und Enkel Ihrer Existenz beraubt...

So zumindest in meinem Kopf und dort blieb es. Hat sicher Jeder schon mal erlebt...
Nach einer kurzen, unruhigen Nacht früh morgens gleich wieder zur Werft gefahren, um zunächst aus sicherer Entfernung die rauchenden Trümmer zu begutachten. Da rauchten aber keine Trümmer, alles so wie immer...

Also nett "Guten Morgen" gewünscht, rein ins Schiff, alle Batterien ausgebaut und abtransportiert. Werden jetzt zuhause geladen.
Oh Mann, lange nicht mehr so erfolgreich ins eigene Knie gefickt...

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28.02.20210/
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Und wieder mal schließt sich ein Kreis...
Nach einiger sehr netter Konversation mit den Leuten der Schleswiger Segelkameradschaft SSK, der ich in den 80ern bis zu meinem Wegzug gen Osten angehörte (und wo man sich tatsächlich noch an mich erinnert!), wird wohl bald wieder ein Vereinsstander im verwaisten Rigg der Ségolène flattern. Als außerordentliches Mitglied ohne jede formale Verpflichtung freue ich mich dann auf die Wieder-Anbindung an die Region Schleswig-Holstein, mit der ich nur positive Erinnerungen verbinde, und in die es Fee und mich immer wieder zieht.

Schleswig an der Schlei kommt damit auf die Zielkartei für Ostseetörns. Und wenn der Seeweg bis dahin zu weit ist, kann ich dort den wunderschönen "Vitalienbruder", den der Verein aus dem Bestand des militärischen Vorgängers übernommen hat, für kleines Geld chartern. Schleswig könnte damit also auch zum Törn-Start-/Zielpunkt werden.
Fast perfekt.
Perfekt wäre, wenn Wendisch Rietz Schleswig wäre und ich ein paar von den Mitgliedern meines alten Vereins PSB24 dort wiederfände.

Dort reifen wohl gerade andere Pläne heran: Der klappernde Nordsteg soll ja endlich saniert werden. Prima. Geplantes Timing: Mitte April will man fertig sein und Anfang Mai kranen. Das wäre eigentlich das perfekte Zeitfenster für meine Überlegung, Ségo in oder nach den Osterferien nach Berlin zu holen, um ein paar Wartungsarbeiten hier vorzunehmen. Und danach dann gleich weiter an die Ostsee oder zurück in den Heimathafen? Na Schleswig wird es dieses Jahr sicher noch nicht werden.
Aber Planung ist ja bekanntlich das Ersetzen der Überraschung durch den Irrtum. Wir schauen mal...

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03.03.20210/
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So, die "Werftkiste" ist gepackt.
Ich habe alle Farben zusammen, um kleinere Macken am Rumpf auszubessern und die Decksleiste endlich neu zu streichen. Die Farben haben keine RAL-Zahl und mussten extra eingelesen (dafür gibt es extra elektronische Farbtonerkennnungsgeräte. Irre!) und angemischt werden.
Das Antifouling gab es dann bei AWN im Angebot, die machen neuerdings "Tresenverkauf". Man fährt da hin, sagt was man will und kriegt es gebracht. Praktisch.
Die nehmen auch Werkstattaufträge an, so dass ich gleich zwei neue Fallen für Spi und Blister bestellen konnte. Eine 25er-Klampe habe ich auch mitgenommen, um zu sehen, ob das die passende Größe für den lange geplanten Ersatz der alten Klampen ist.
Den Rest an Malerkram und Werkzeug hatte ich noch im Keller, so dass es Freitag losgehen kann. Endlich.
Dann werde ich hoffentlich auch den ungefähren Termin für die Überprüfung der Wellenlager klären können.

In der Bootsschule heute Einweisung in die Technik für die online-Kurse. Schon ein beachtliches Studio, das sich Uve da eingerichtet hat. Montag dann der erste Online-Kurs für mich. SBF-Binnen, na denn los!

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05.03.20210/
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Winterlager000

Erster Tag der Saisonvorbereitung im Winterlager.
Das Unterwasserschiff ist mit Antifouling gestrichen, keine weiteren Besonderheiten festgestellt.
Diese Saison wird der leicht angegriffene Skeg noch halten, aber im nächsten Winter muss es dann wohl sein: Ruderblatt ausbauen und Skeg tauschen. Liegt schon Jahre bei mir im Keller, weil der erste Versuch gezeigt hat, dass das Ruder nur gezogen werden kann, wenn das Boot am Kran hängt, sonst reicht der Platz nach unten nicht.
Die Austauschklampe passt, also drei weitere bestellen. Nächste Woche dann, jetzt erst mal neuer Kurs "Vorbereitung der Onlineschulung ab Montag nächster Woche".

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11.03.20210/
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Das muss man ja sagen: Stil haben sie schon mal bei der SSK. Heute kam mein "Versorgungspaket" aus Schleswig:
+ Mitgliedsausweis Nr. 1183 (mein erster Ausweis trug noch die Nummer 76)
+ Standerschein(!) Nummer 27
+ der Vereinsstander
+ die Clubzeitschrift "Schwarzer Anker"
+ eine Postkarte mit sehr netten Grüßen

Damit bin ich nun rechtmäßiges außerordentliches Mitglied. Und freue mich beim Lesen der Vereinszeitung heimlich, um was ich mir Dank meiner Außerordentlichkeit alles keine konkreten Gedanken und/oder Sorgen machen muß. Viele Dinge, die mir sattsam bekannt vorkommen, nur nicht ganz so heftig wie bei PSB24 seinerzeit. Weil es in Schleswig gottseidank keinen abgehobenen "Oberverein" obendrüber oder andere Vereinsableger auf dem Gelände als Quellen ständigen Ärgers gibt.
Aber auch Dinge, die ich gerne mitmachen würde, viele sportliche Segelveranstaltungen und so manches Gesellige. Schade wiederum. Der eine oder andere Name klingt sogar noch vertraut und im SSK-Hafen liegt auch eine alte Dehler! Bin sicher, dass ich da irgendwann mal erscheinen werde, aber auch der eine oder andere Segler sich mal in Berlin blicken lassen wird. Wenn auch eher als Tourist...

Morgen geht es dann wieder zum Boot. Etappe Zwei der Streicharbeiten.

In der Bootsschule liegt der erste Online-Kurs hinter mir. Ziemlich hoher technischer Aufwand, den man erstmal kontrolliert kriegen muss. Jede Menge Möglichkeiten, um aus Versehen oder mit einem falschen Klick die Veranstaltung zu schmeissen: Falsche Kamera (vier Stück), keine Kamera weil Akku leer, Ton weg, falsches Mikro, Headset tut nicht, Licht zu dunkel, Licht aus, Präsentation weg, falsche Bildschirmzuweisung, Zoom gekillt... und das sind nur die Sachen, die man selber verkacken kann...
Aber dann macht es auch Freude. Sehr disziplinierte und nette Teilnehmer.
Nächste Woche steigen wir auch wieder in die praktische Ausbildung ein, analog zu den Berliner Fahrschulen. Auch hier natürlich mit Hygieneregeln, Abstand, Maskenpflicht. Ich freue mich schon wieder auf die Desinfektionstücher zum Abwischen von Lenkrad, Gashebel und Reling. "Meeresbrise". Haha. Stinken wie Hölle.

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12.03.20210/
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Der Arbeitsbesuch beim Boot ist ausgefallen. Es gab Wichtigeres.

09:00 Anruf beim Hausarzt, Bitte um Attest zur Beantragung eines Corona-Impftermins. Privatpatienten mit chronischen Erkrankungen werden von der Kassenärztlichen Vereinigung nicht erfasst und müssen sich selber kümmern.
12:25 Abholung meines Attests beim Hausarzt
13:03 Anruf bei der Impfhotline der Gesundheitsverwaltung
13:05 Freundlicher Bearbeiter nimmt Personalien und alles Erforderliche auf und kündigt mir die postalische Zusendung meiner erforderlichen Unterlagen zur Vereinbarung eines Impftermins innerhalb der nächsten 7 Werktage an. Wünscht schönes Wochenende.
13:07 Ende der Veranstaltung
Also bis hierher habe ich nicht den Eindruck, dass das in Berlin alles so grottenschlecht läuft, wie so gerne behauptet wird. Mal sehen, wie es weitergeht.

Immerhin bin ich gleich noch bei AWN vorbeigefahren und habe meine sehr schönen neuen Spi-Fallen und drei weitere Klampen geholt.
Dort hat man offenbar das "Königreich Kunde" ausgerufen. Bin ohne vereinbarten Termin reingeschneit, die freundliche Mitarbeiterin hat meine Personalien aufgenommen und mir einen Einkaufswagen geholt. "Warten Sie, ich gehe mal mit und hole Ihnen Ihre Fallen, vorher schaue ich noch mal nach, ob wir die Klampen in ausreichender Menge da haben." " Ja haben wir, kommen Sie bitte mit." Sie holt mir die Fallen, ich hole mir die Klampen. Der für das Fertigmachen der Fallen zuständige Kollege kommt mit der Ware mit und findet noch ein paar freundliche Worte. Danach geht es weiter mit der Kollegin zur Kasse, das Abkassieren übernimmt sie selbst.
Daran könnte ich mich gewöhnen.

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18.03.20210/
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Bleierne Zeiten. Berlin ist auf dem besten Weg Richtung Corona-Notbremse und es gibt wenig Aussicht auf Besserung, solange die selbstgemachte Astrazeneca-Panik weiter geschürt wird.
Impfstopp und damit wohl auch erst einmal Stillstand meiner persönlichen Impfstory, die so vielversprechend begann. Wer gestern in Tempelhof hätte geimpft werden sollen, bekommt einen neuen Termin Ende April. Da kann ich mir ausrechnen, wo ich mich kalendarisch einreihen darf. Herr Drosten meint, für die Nichtgeimpften über 50 wird es jetzt "brenzlig". Allgemeinkonkretes, das die Nation jetzt braucht...
Wäre ja schön, wenn wenigstens Fee als Lehrerin nun mal langsam ein Angebot bekäme. Aber vielleicht machen die Schulen ja auch wieder zu.

Zwischenzeitlich werden mir meine Landsleute immer fremder. Besteht das Leben tatsächlich nur aus Haarschnitten, Klamottenkaufen und Mallorca-Urlauben?
Und in der Politik? Man weiß nicht, worüber man mehr abkotzen soll: Politiker, die mit dem Thema Pandemie rücksichtslos Wahlkampf machen, oder Politiker, die mit dem Thema Pandemie rücksichtslos Knete machen?

Auf der Positivseite: Die ersten neun Fahrstunden auf dem Wasser liegen hinter mir. Gut, das Wetter dürfte gerne etwas favorabler sein, aber ich komme als Michelin-Männchen im Schutz meiner sämtlichen Wetterkleidung gut klar. Auch hier die bange Frage, wie lange die Praxisausbildung noch weitergehen darf.
Und morgen dann der zweite Anlauf Richtung Werft und Farbarbeiten an Ségos formschönem Hinterteil!
Und in der Politik? Die Bezirksverwaltung von Treptow-Köpenick ist einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu geschützten Fahrbahnübergängen für Eichhörnchen. Jeder macht eben das, was er kann...

Parole: Ruhe bewahren und Tee trinken. Heute besonders liebe Grüße an Jacqui!

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19.03.20210/
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Die erste Farb-Runde um Ségos Hinterteil ist erledigt. Der Farbton stimmt erstaunlich gut, wenn er, wie versprochen, noch einen Tick nachdunkelt. Nach der zweiten Runde kann ich dann die Scheuerleiste in Angriff nehmen. Das wird noch einmal Gepopel, weil die Boote doch sehr eng stehen, aber ich bin wild entschlossen.
Bei den Eingeborenen herrschen erhebliche Zweifel, dass die Schleusen am 1. April öffnen. Mir mittlerweile egal, die Saison dürfte ohnehin in eine andere Richtung laufen, als geplant. Überlege, ob ich nicht länger in der Werft bleibe und die für nächsten Winter geplante Überholung der Ruderanlage und den Austausch des Skeg jetzt schon mache. Noch unentschlossen...


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22.03.20210/
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Heute die ersten drei Stunden bei fantastischem Frühlingswetter auf dem Wasser. So darf es bleiben! Die Wahrscheinlichkeit, dass spätestens am Ende der Woche wieder Schluß ist mit Praxisausbildung, ist allerdings hoch. Ich hoffe nicht.

Historischer Tag heute. Die absehbar letzten Kilometer auf einem anderen Fahrzeug, das mir lange Jahre die Treue gehalten hat. Meine gute alte BMW R80RT hat nochmal neuen Tüv und etwas Mechanikerliebe bekommen, bevor sie mich verlässt. Stand jetzt zwei Jahre nur in der Garage und dafür ist sie einfach zu schade.

Und Neues von der Impffront. Immer noch kein Grund zu meckern! Heute war der Schriebs der Gesundheitsverwaltung mit meinem Terminbuchungscode im Briefkasten. Die Terminbuchung dauerte online keine 10 Minuten und ich hätte schon morgen kommen können. Allerdings nur die, die Astrazeneca akzteptieren. Für Biontech gibts erst wieder in 22 Tagen freie Termine. Zum Wochenende habe ich Zeit, dann kommt folglich der erste Pieks.

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29.03.20210/
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Die Saison startet mit Verzögerung, immer noch lockdown mit Allem, was dazu gehört. Entscheidung: Ich lasse in der Werft die Ruderanlage und die Wellenanlage überholen. Wenn die das Ruderblatt ziehen, kann ich auch gleich den Skeg wechseln. Mit dem Kranen in der nächsten Woche wird dann eben nichts, habe aber jetzt eh kaum Zeit. Dann eben gegen Ende April.

Die Bootsschule hat noch bis auf Weiteres geöffnet, aber auch hier hängt das Damoklesschwert der erneuten Unterbrechung der praktischen Ausbildung über uns. Alles nicht so schön.

Wenigstens hat die Impfung problemlos geklappt. Samstag um 17:15 wäre mein Termin in Tempelhof gewesen, um 17:05 war ich schon wieder auf dem Weg Richtung Heimat. Perfekte Organisation. Nur der RBB hat gefehlt. Ich dachte, die zeigen jede Impfung in der Abendschau. Kommt mir zumindestens so vor, als hätte ich bisher jede Impfung im Fernsehen gesehen...
Der Tag danach unspektakulär, ungefähr wie nach einem guten Sommerfest bei PSB24: Etwas Brummschädel und leicht matschig. Heute schon wieder alles normal, Spaß bei der Arbeit.


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20.04.20210/
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Heute um 24:00 enden zwei Wochen Zwangspause, die nicht nur das Boot, sondern das Leben betrafen.

Fee hat sich am 27.3. nicht nur einen frischoperierten Fuß, sondern auch eine Covid-19-Infektion mit nach Hause gebracht. Mit dem ersten positiven Selbsttest am 2. April und der darauffolgenden 14-tägigen Quarantäneanordnung standen erst einmal alle Räder still. Für mich auch, da zunächst Kontaktperson 1. Grades, eine Woche später dann selbst positiv getestet.

Glück im Unglück: Fees CT-Wert lag schon zu Beginn bei 25 (ab 30 gilt man als nicht ansteckend und wird anderswo gar nicht als infiziert betrachtet), bei meinem Test sogar bei 41. Vielleicht ist das der Grund, dass ich bis heute keine Quarantäneanordnung als Infizierter bekommen habe. Ist nun auch egal, da wir gestern unsere amtlich verordneten PCR-Tests absolviert haben und heute die gute Nachricht telefonisch erhielten. Beide negativ...!

So weit, so gut. Uns geht es passabel, keine echten Symptome, nur etwas schlapp. Kann auch die psychische Belastung gewesen sein. Neuer Schwerpunkt: Fees Fuß ausheilen und parallel schnellstens das Boot zu Wasser bringen. Auf die noch offenen Schönheitsreparaturen am Rumpf ist gepfiffen, Hauptsache das Teil schwimmt und segelt wieder und wir können darauf entspannen und uns wieder erholen.

Was bleibt:
Unendliche Erleichterung, auch dass sich die Kinder nicht bei uns angesteckt haben.

Verwunderung über die amtliche Kontaktnachverfolgung. Bis heute hat sich bei uns niemand gemeldet, um uns danach zu fragen.

Die Corona-WarnApp funktioniert, wenn auch nur mit halber Kraft, da durch überzogenen Datenschutz gelähmt. Fee bekam zwei Wochen(!) nach dem Infektionskontakt eine rote Kontaktwarnung, ich eine grüne. Immerhin wissen wir nun, wo die Infektion stattgefunden haben muss: In der Klinik, am 27.3.

Die Überzeugung, dass ich mich keinen Tag zu früh habe impfen lassen. Mit Astrazeneca. Scheissegal. Vielleicht hat mich das Zeug sogar schon gerettet…

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29.04.20210/
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Also der April ist neuerdings nicht wirklich unser Freund.
Letztes Jahr hat sich Mutter im April einen Monat lang aufs Sterbebett gelegt, um uns dann am 1. Mai zu verlassen.
Dieses Jahr hängen wir zuhause fest, weil sich Fees Fuß-OP bzw. der anschließende Wundheilungsprozess endlos hinzieht. Nebenbei nehmen wir gleich noch eine gemeinsame Corona-Infektion mit.

Und das Boot wird auch nicht wie geplant fertig. Die Wahrscheinlichkeit, dass es noch im April wieder schwimmt, ist Null.
Eigentlich müsste ich mich jetzt aufregen, aber es gelingt mir nicht.
Warum auch...?
Denn Herrentag an Bord können wir wegen der Kontaktbestimmungen vergessen, Fees Kurzurlaub auf Sylt muss krankheitsbedingt ausfallen. Machen wir es uns eben weiterhin zuhause gemütlich.
Que sera, sera...

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23.05.20210/
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Was für ein verkorkster Einstieg in die Saison…
Das erste Jahr, in dem ich mit der Ségo bereits Anfang April im Wasser sein wollte, entwickelt sich zu dem Jahr, in dem ich froh sein kann, wenn es noch im Mai klappt.
Und? So what..
Fee ist immer noch nicht wieder bordklar, ich bin selbst auch noch nicht wieder 100%ig fit, das Wetter ist weitgehend mistig, weiter entfernte Törnziele sind noch außer Reichweite, schon in MeckPomm wäre die Reise schnell zu Ende.

Dann doch lieber Geduld und Langmut. Wenn Ségo schon auf einer Werft wohnt, dann nutze ich eben die Zeit. Welle und Wellenlager sind nun frisch, Motorlager gecheckt und neujustiert, das neue Ruderlager ist allerdings noch in der Post. Alles noch bald vierzig Jahre alte Originalteile gewesen, hohe Zeit für einen vorsorglichen Austausch. Mit Glück gehen wir in der kommenden Woche zu Wasser, wenn nicht, dann eben eine Woche später. Haus und Garten bieten genug Beschäftigung und auf dem Wasser bewege ich mich beruflich schon genug. Keine diesbezüglichen Entzugserscheinungen, freue mich dennoch auf die erste Bordnacht auf dem Scharmützelsee.

Und es gibt ja auch gute Nachrichten: Fees Fuß macht jeden Tag Fortschritte, und… die Berliner Gastronomie darf wieder teilöffnen! Erster Weg gestern mit Fee und Freunden in die „Schifferstube“ von Sandra, Bier vom Faß und Schnitzel mit Bratkartoffeln. Herrlich, lecker und große Wiedersehensfreude!

Mein alter Verein hat eine modernisierte Steganlage bekommen, die von Ferne gut aussieht. Stromanschlüsse fehlen wohl noch. Erste Gastlieger, erstaunlich viele freie Boxen im Hafen, erstaunlich viele Boote noch an Land. Keine bekannten Gesichter. Und die Fahne weht nicht. Saison noch gar nicht eröffnet? Von irgendwelchen Sanierungs- oder Baumaßnahmen an den Gebäuden, die jahrelang nerviges Dauerthema waren, ist auch nichts zu sehen.

Wünschen wir den Sportfreunden mal, dass sie bald wieder ein vernünftiges coronafreies Vereinsleben führen dürfen.

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24.05.20210/
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Zuhause000

Pfingstmontag 2021... der erste Tag, an dem ich das Boot echt vermisst habe. Schönes Wetter, Segelwind... hätte ein schöner Bordtag sein können. Gestern Abendessen im Dorsch, heute auspennen und schönes Bordfrühstück. Dann raus auf den See und den schönen Wind nutzen...
Naja, kommt alles noch.

Statt dessen ein megafauler Tag im Garten, bißchen Rumzuppeln hier und Wegschneiden da. Anti-Stress-Programm. Abendessen nochmal in der "Schifferstube", geplant zu Viert, real zu Zweit. Wieder lecker, seit Langem mal wieder Berliner Leber gegessen. Deutlich mehr los im Hafen als vorgestern, heute auch ein paar bekannte Gesichter. Ein paar wenige von den Netten, viele von den Anderen, oder Unbekannte. Hat mich ja gejuckt, mal einen kurzen Besuch bei Illona und Jan zu machen. Habe ich mir dann verkniffen, bin schließlich kein Mitglied. Und zu den Schifferstuben-Mädels war ich jetzt echt nett für's Erste, nun kann mal auch mal wieder woanders hingehen.

Gibt anscheinend ne neue Regelung, wonach jedes Jahr 30% der Boote woanders liegen müssen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Mal Peter fragen.
Das ziemlich verkackte Anlegemanöver eines stolzen Pedro-Kapitäns hat mich daran erinnert, dass ich morgen wieder arbeiten muss. Ablegen, Boje bergen, Wende auf engem Raum, Anlegen, etc. Hoffentlich bei schönem Wetter und hoffentlich unterbrochen vom Werftanruf, dass das Ersatzteil da ist.

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29.05.20210/
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Winterhafen000

Die passende positive Nachricht für Logbucheintrag Nr. 301:

Die Dichtung wurde gestern nachmittags noch geliefert und gleich eingebaut, Ségo ist kranfertig. Batterien habe ich eingebaut. Vielleicht fahre ich Montag nochmal hin und tausche die Wanten, solange das Boot noch an Land ist. Mittwoch soll gekrant werden. Das Wetter wird passend dazu besser. On verra...

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03.06.20218/
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Heimathafen800

ENDLICH!!

Ségo wieder im Wasser! Das Kranen lief problemlos, vorher musste allerdings noch die Opferanode an die Welle, hatte man in der Werft vergessen, lag traurig auf dem Rad des Trailers. Kurzer Unruhemoment, weil auf dem Trailer noch eine Riesenschraube, diverse Beilagscheiben und eine Hutmutter lagen. Beim guten Mechaniker ist ja am Ende immer ne Schraube übrig, aber gleich ne ganze Handvoll Teile?? Besorgte Nachfrage ergab, dass man die Teile als Hilfe beim Ein- und Ausbau des Ruders genutzt hatte, sie also an Land bleiben konnten. Puh...

Keiner der Aufregerpunkte der letzten Tage ist eingetreten:
+ Propellerwelle dicht? Ja
+ Ruderwelle dicht? Ja
+ Logge dicht (beim Rauskranen lag der fette Gurt genau drauf)? Ja
+ Motor springt an? Ja
Tagelanger Selbstfick mal wieder grundlos...

Das Ruder geht wunderbar leicht, nachdem bald vier Jahrzehnte verharztes Fett aus dem Wellentunnel rausgekratzt und Neues in den neuen Schmiernippel reingepumpt wurden. Die alte Dichtung hätte ich gerne mal gesehen... oder besser nicht.

Mit Hilfe von Micha, dem netten Steuerbordnachbarn, sind wir (wie immer bei Gegenwind) die 8km bis Wendisch Rietz gefahren. Ungewöhnlich langer Aufenthalt in Storkow und in Wendisch Rietz Berufsschiffahrt, am Ende war aber alles gut. Bin froh, nicht alleine gefahren zu sein, die Corona-Infektion hinterlässt auch nach Wochen immer noch Spuren. An manchen Tagen geht nix.

Erfreuliche Überraschung: Der Kühlschrank ist noch voller Getränke! Wohl 2019 vergessen leer zu machen. Ohoh... gottseidank waren keine Lebensmittel drin.
Morgen früh wieder raus zum Boot, Wanten tauschen, Mast stellen, Segel anschlagen (wenn die Tagesform es erlaubt). Und anbaden!! Dann erst mal das Boot wieder einrichten und abends Micha als Dankeschön zum Essen einladen.

Dann erste Bordnacht 2021, wenn auch leider ohne Fee. Hoffentlich ist der Fuß bald in Ordnung...

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06.06.20218/
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Heimathafen000

Ein erstes erfolgreiches (kurzes) "Bordwochenende".
Freitag früh wie geplant zu Ségo gefahren.
Dort alles fertig zum Maststellen gemacht, zuvor noch die beiden Unterwanten ausgewechselt.
Der komplette neue Wantensatz lag schon zwei Winter bezahlt in der Garage, immer begleitet von der Frage, ob er auch passgerecht geschnitten ist. Wenn nicht, kann man ihn als Rankhilfe de Luxe für das Tomatenbeet nehmen. 800 Tacken beim Teufel... Umtausch/Rückgabe ausgeschlossen.
Aber soweit alles schön, vor allem die neuen, leichtgängigen Wantenspanner erfreuen das Herz des Skippers. Oberwant und Diamant kommen im Winter dran, die Gefahr, die Schrauben im See zu versenken, war mir doch zu groß. Neben den körperlichen Kräften scheint auch mein Wagemut etwas abgekriegt zu haben...
Die beiden neuen Fallen für Spi und sonstwas auch gleich angeschlagen.

Mit Michas wertvoller Hilfe dann wieder den Mast gestellt und den Baum angeschlagen. Elende Plackerei. Gott sei Dank bei passendem Wetter, bedeckt, mild und vereinzelte Regentröpfchen.
Danach mit Michas "Rosa Helene" und seinen Freunden rüber zum Fischer getuckert und ein Fischbrötchen genossen.
Am Nachmittag Wetterbesserung, "normales Seewetter", sonnig und warm. Den Rest des Tages für intensives Putzen und Aufräumen an Bord genutzt, es sah wirklich aus wie bei Hempels unterm Sofa. Der neue Staubsauger ist klasse!
Eintreffen der ersten Wochenendskipper, alte Kontakte aufgefrischt und neue Kontakte geknüpft, unter Anderem zum neuen hauptamtlichen Hafenmeister.
Das Abendessen mit Micha haben wir verschoben auf nächstes Mal, so habe ich mir ein paar Bockwürste warm gemacht und eine ungekühlte Dose Sternburg aus dem Nicht-Kühlschrank dazu "genossen" und bin nach einer halben Flasche Rotwein, Francis Cabrel und ein paar Oliven und Mandeln um halb Elf todmüde in die Koje gefallen.

Morgens um Vier "singen" drei (!) Kuckucke um die Wette. Die Jungs brauchen anscheinend nie Luft zu holen. Irgendwann haben sie sich aber doch geeinigt oder verzogen, also noch ein paar Stunden Weiterpoofen.
Traumwetter, Traummorgen, doch bereits nach dem Frühstück habe ich gemerkt, dass das wieder ein "schlapper Tag" werden wird. Also Fortsetzung der Arbeit an allerlei Kleinkram anstelle des geplanten Segelanschlagens. Immerhin liegen die jetzt schon im Schiff. Samstagmittag füllt es sich spürbar im Hafen, kein schlechter Zeitpunkt, um sich nach Hause zu verabschieden. Dort wartet auf Fee und mich am Abend auch der reservierte Tisch im "Kid Creole".
Fortsetzung an Bord geplant für nächsten Donnerstag.

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08.06.20218/
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Bootsschule000

Arbeit soll ja auch Spaß machen... Vor allem, wenn man eigentlich gar nicht mehr arbeiten muss, sondern dass nur aus Gefälligkeit und für schmalen Taler tut.

Ein Quell der Freude sind dabei zunehmend die zu den Manövern gehörenden Kommandos. Klappt nicht immer und manchmal kommen die tollsten Sachen dabei raus...

Aus "Festmacherleine" wird die "Anmachleine". Sie so: "Hey Baby, ich bin Deine Leine... aah, leg mich auf Slip...ooh, jaa, so... fühl mal wie feucht ich bin, cherie". So muss man sich die wohl in etwa vorstellen...

A propos slip. Aus "Vorspring auf slip...Vorspring lösen!" wird neuerdings immer öfter "...Slip lösen!" Witzigerweise bevorzugt von jungen Damen. Zurückhaltung ist hier dringend angeraten.

Neulich beim "Boje bergen" (ganz früher "Mann-über-Bord-Manöver", dann fielen irgendwann auch die Frauen über Bord und bevor man heute alle modernen Formen der Geschlechtlichkeit gendergerecht abgearbeitet hat, schmeißt man lieber die unschuldige Boje über Bord...): Aus "Rettungsmittel einsetzen!" wurde da "Reinigungsmittel einsetzen!" Durchaus nicht unlogisch. Wenn einer weniger auf Deck rumhängt, lässt es sich besser schrubben.
Heute derselbe Schüler: "Boot steht! Berge bojen!" Er wird mir fehlen...

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11.06.20218/
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Heimathafen000

Der geplante Arbeits- und Chillaufenthalt bei Ségo ist abgeschlossen.

Gestern am frühen Abend nur kleines Programm: Die Bullenhitze aus dem Schiff lassen, die Ursache für das Nichtfunktionieren des Kühlis unter Landstrom herausfinden, Anbaden, Abendessen, und dann entspannt den Tag ausklingen lassen.

Die Landstromverbindung zum Kühli ist intakt. Das Problem liegt also im Gerät selbst. Im Zweifel muss das Ding neu. Doof, weil man dafür die halbe Küchenverkleidung komplett ausbauen muss. Alternative: Kühli läuft nur noch über 12V, das setzt allerdings eine Messorgie voraus, um zu verhindern, dass er dabei mehr Strom zieht, als das Ladegerät liefert. Und das mir als Kurzschlusselektriker! Toll, dass die Masse meiner Segelkumpel alle Ingenieure sind und mich mit Formelwerk zuballern. Lieb gemeint, Leute, aber... ich will doch nur ein kühles Bier!

Anbaden war erfolgreicher. Das Wasser war gar nicht so verschmutzt, wie ich es nach einer Woche Nordwind erwartet hatte. Aber arschkalt!! Egal...

Haute cuisine zum Abend (Fertigbuletten mit Senf)und dann den restlichen Abend mit dem letzten bißchen Calvados vom letzten Jahr und Konversation per whatsapp verbracht. Segelkumpels (Kühlschrankkrise) und liebe alte Freunde. Dabei auch Wolfgang Sebastian, der mir erzählt hat, dass beide aus dem Verein geekelt wurden. Nicht zu fassen. Wir sind uns beide einig, dass wir ohne PSB 24 unglaublich viel "quality time" zurückgewonnen haben. Leider natürlich auch ein paar liebgewonnene Menschen eingebüßt. Was willste machen...

Heute Arbeitstag! Früh hoch (keine Saufsachsen am Abend, nur ein Kuckuck des Nachts), Morgenbad, Frühstück (Kaffee und Kekse) und dann das Großsegel angeschlagen. Noch kein Wind und noch keine Hitze. Prima. Aber alleine ist es dann doch eine irre Hin-und-her-Rennerei, bis alles passt. Um 10 flatterte das Groß im Wind. Vorsegel muss warten, da brauche ich definitiv ne dritte Hand. Danach gleich Kuchenbude wieder zugemacht, zweites Bad und zweites Frühstück (Fertigbuletten mit Senf, das Zeug muss ja weg ohne Kühli)im Schatten.
Deck und Cockpit zum zweiten mal geputzt. Die Zeit in der Werft hat überall ihre dreckigen Spuren hinterlassen. Zum Schluss die Holzteile im Cockpit (Stb) mit Tonkin-Öl geölt. Sehen jetzt wieder mega aus. Bbd ist nächstes mal dran, wenn keine Tagessonne draufknallt.
Letztes Bad für heute im dann doch zunehmend dreckiger werdenden See (morgen dreht der Wind und bläst den ganzen Schiet wieder weg)und um 13:30 ab nach Hause zu Frau und Garten.

Fortsetzung nächste Woche...

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(Ø: 4.6 km/h, 0.4 kg/h, 0.1 kg/km)


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